PEGA - Verfahren für Biogas- und Kläranlagen

Die novellierte AbfKlärV vom 03. Oktober 2017 und insbesondere die ebenfalls am 26.05.2017 novellierte DüV haben die bodenbezogene Verwertung von Gülle, Gärresten und Klärschlamm erheblich erschwert. Durch die restriktiveren Obergrenzen insbesondere der Stickstoffkonzentrationen haben einen Notstand z.B. bei der Klärschlammentsorgung verursacht. Aufgrund des stark gestiegenen Flächenbedarfs drängen die Entsorger in die Verbrennung. Die EU besteht sogar auf eine weitere Verschärfung der DüV bis Mai 2020. Der Grund ist die unzureichende Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und die hohen Nitratwerte in Grund- und Oberflächenwasser. Deutschland drohen hohe Strafzahlungen, wenn nicht konsequenter gegen die hohen Nitratkonzentrationen vorgegangen wird.

Das patentierte PEGA – Verfahren behandelt ausgefaulte Schlämme aus Fermentern und Faultürmen mit dem Ziel, die Menge des auszubringenden organischen Düngers drastisch zu verringern (Pro – Entec Gärrest – Aufbereitung). In der nach der anaeroben Stufe nachgeschalteten biologischen Stufe wird der überwiegend in der wässrigen Phase gelöste Ammoniumstickstoff durch strikt limitierte aerobe Verhältnisse in elementaren Stickstoff und Wasser umgewandelt (N – Senke). Neben den im anaeroben Reaktor gebildeten Schlämmen bildet sich aus den im Umgebungswasser gelösten Kohlenstoffverbindungen zusätzlich neuer Belebtschlamm. Der aerob nachbehandelte Schlamm erfährt durch die Mikroorganismen einen Um- und Abbau, ohne aber vollständig zu CO2 umgesetzt zu werden. Durch Sedimentation und Filtration konzentriert sich der Schlamm bis auf 10 – 15 % TR auf. Idealerweise führt man den Schlamm zu großen Teilen wieder in den anaeroben Reaktor zurück. Durch die Konditionierung in der PEGA – Biologie trägt der Schlamm zu einer weiteren, vollständigeren Ausfaulung bei – die technische Ausfaulgrenze sinkt auch deshalb, weil kaum freies Ammonium im Schlamm vorhanden ist ("Verdünnung" des Faulschlamms). Das aufbereitete und abgetrennte Wasser ist nur noch gering mit Stickstoff-, Phosphor- und Kohlenstoffverbindungen belastet und kann z.B. in Kläranlagen endgültig gereinigt und dann direkt in ein Gewässer eingeleitet werden (Verrieselung, Versickerung sind zu prüfen).

Das PEGA – Verfahren bietet folgende Vorteile:

  • Deutliche Verringerung der erzeugten Schlammmengen – dadurch erspart sich ein Biogasbetreiber den Bau zusätzlicher Schlammlager zur 9 monatigen Überbrückung
  • Die Belastung der Schlämme mit N – Verbindungen sinkt deutlich – der Flächenbedarf verringert sich entsprechend – lange Transporte zu weit entfernten Feldern entfallen
  • Durch die Modifikation des Schlamms durch die PEGA – Biologie kann man den Schlamm weitergehender ausfaulen – das erzeugte Biogas nimmt deutlich zu, qualitativ steigt der Methangehalt im Biogas
  • Durch den erhöhten Gasertrag lassen sich z.B. Kläranlagen nahezu energieautark betreiben. Biogasbetreiber freuen sich über höhere Einnahmen oder können bei gleichen Gasmengen den Zukauf von teuren Substraten reduzieren (z.B. bei NaWaRo – Anlagen)
  • Die CO2 – Bilanz einer Biogas – oder Kläranlage verbessert sich deutlich
  • Festgestellte N – Überschüsse in einzelnen Regionen werden abgebaut – das PEGA – Verfahren senkt dadurch die Gefahr der Nitratbildung in Grund- und Oberflächengewässer
  • Das PEGA - Verfahren wurde entwickelt, um bei Biogasanlagen die Menge an Gärresten deutlich zu reduzieren (PEGA = PRO - Entec Gärrest - Aufbereitung).

Einsatz von effizienter und wirtschaftlicher Rühr – und Begasungstechnik in einer PEGAKA – Biologie

Weitere Auskünfte zum PEGA – Verfahren erteilen:

Dr. Thomas Paust                                                                                      Alfred Albert
033 986 – 50 22 90                                                                                      06024 – 6392-0
0173 – 95 18 532                                                                                         0176 – 10 63 92 01
t.paust@t-online.de                                                                                     alfredalbert@pro-entec.de

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